Donnerstag, 15. Juni 2017

Die Buben im Pelz - Katzenfestung (Veröffentlichung 16.6.2017)

 
Pussycat Boys
 
Die Buben im Pelz schreiben jetzt eigene Songs. Sie kleiden ihre Wienerischen Dystopietexte in viele Spielarten des großbuchstabierten RAWG. So etwas hat man auch noch nicht oft gehört.
Ein Leben nach der Überholspur, ein Leben nach dem Überalbum, nach der vielleicht besten Idee überhaupt. Nach dem so grandios gelungenen Verwienerischen von »The Velvet Underground & Nico« bleibt eigentlich nur die Auflösung, das Sich-Ergeben in anderen Projekten, im Reinhalten des Namens, von dem nur in Zusammenhang mit dieser einmaligen Idee gesprochen werden darf. Oder das krasse Gegenteil. Die Flucht nach vorne. Den Namen mit eigenem Leben zu füllen. Den vermeintlichen Mief der – wenn auch innovativen – Kopie abstreifen. Das erste gemeinsame Album von Christian Fuchs und David Pfister ohne Coverversionen. Das darf man sich auch einmal trauen. »Katzenfestung« ist die Abkehr vom Reed- und Cale’schen drogen-naiven Coolness-Rock, von Welthymnen wie »Venus im Pelz« und das Eröffnen von neuen Möglichkeiten.

Wüsten, Neonröhren, College

Die Buben im Pelz spielen nicht nur mit dem Rockbegriff, sie deklinieren ihn auch beinhart in vielen Facetten durch. Sie setzen das Wienerische, die Sprache der Stunde, einem dafür nie da gewesenen Klangbild aus. Das neue Album klingt nach Stoner-Rock aus kalifornischen Wüsten (»Katzenfestung«), nach Cold-Wave-Postpunk (»Delirium«) oder auch nach College-Rock amerikanischer Nineties-Nerds, wie etwa im vielleicht besten Song »Endloser Summer«. Und auch bei den langsamen Stücken, die – quasi typisch für die Texter – vom dystopischen Untergang handeln (»Die Geisterstadt der lebenden Toten«), brodelt großbuchstabierter Rock unter der Oberfläche, die Sehnsuchtsgitarren sind verzerrt. Den Images, die Fuchs und Pfister seit Jahren in ihren nicht nur deutschsprachigen Projekten kultivierten, bleiben sie auch hier treu, sie dividieren demzufolge auch ihren Leadgesang stets auseinander: Christian Fuchs als pathosgeschwängerter Macker-Drama-King, David Pfister als dadaistischer Haudrauf. Zur Auflockerung dessen dürfen Altbekannte nicht fehlen: Teresa Rotschopf, Voodoo Jürgens und Monsterheart leihen ihre charismatischen Stimmen, Sir Tralala seine Geige. Dann muss man sich auch gar nicht mehr hinter dieser Festung aus Katzen verstecken. Hinter dieser Wall of Sound auch nicht.
QUELLE: https://thegap.at/pussycat-boys/  - Autor: Dominik Oswald



 
The Buben-Beat goes on. Nach ihrem Debütalbum auf den wienerischen Spuren von Velvet Underground (das für „Die Welt” ein Album des Jahres 2015 war und vom deutschen Feuilleton und der Musikpresse hymnisch gefeiert wurde) kommen jetzt 11 selbstkomponierte Songs. Lieder über die Liebe und das Leben in Wien in den kommenden Apokalypse-Jahren. Dystopischer Dialekt-Rock’n’Roll und fragile Balladen über eine Zeit, in der sich alle einsperren, weil es draußen leider feindlich ist. Und man drinnen so gemütlich mit den Katzerln kuscheln kann.

Weil Christian Fuchs und David Pfister, die Sänger der inzwischen vielköpfigen Buben im Pelz, gerne auch Pathos mögen, halten sie fest: Katzenfestung ist auch ein Album über die Unmöglichkeit der Welt. Über die Unmöglichkeit von Beziehungen, Politik oder anhaltendem Glück. Aber mitten in der Unmöglichkeit tun sich dann doch immer wieder Möglichkeiten auf. Öffnen sich Risse in der Mauer. Dringt spärliches Licht in die häusliche Zimmer-Kuchl-Kabinett-Festung. Geht es, vor allem den Buben im Pelz, um Momente der Lebensgier in den, ja, Trümmern des Hier und Jetzt. All you need is love, eh kloa.

Zur Vertonung wurde inspirativ 90ies-Rock eingesaugt und Einstürzende Neubauten ebenso, Blur und Blixa, ergänzt um Qualtinger. Buben-Bassist Christof Baumgartner entdeckte den steirischen Stoner-Rocker an der Gitarre in sich, Band-Drummer Ralph Wakolbinger trommelte und sang den Engelschor, Gäste wie Voodoo Jürgens, Teresa Rotschopf (vormals Bunny Lake) und Monsterheart liehen ihre Stimmen, Sir Tralala und Robert Lepenik (The Striggles) steuerten Musikalisches bei, Bernd Heinrauch produzierte erneut in seinem südsteirischen Studio, Pete Maher (Blur, Oasis, NIN) masterte in London. Und die Katzen klatschten Applaus.
QUELLE: http://www.noiseappeal.com/artists/die-buben-im-pelz/



 

Freitag, 9. Juni 2017

Austellung "Ganz Wien - Eine Pop-Tour" im Wien Museum 14.9.2017 - 25.3.2018

Sechs Jahrzehnte Wiener Pop-Geschichte, dargestellt anhand von Hot Spots der Musikszene. Die Tour führt zu Lokalen, Diskotheken, besetzten Häusern, Radiostationen und Studios: Vom Künstlertreff Strohkoffer, in dem Helmut Qualtinger seine Figur des „Halbwilden“ entwickelte, über den Folkclub Atlantis und die 80er-Kultdisco U4 bis zum Studio von Kruder & Dorfmeister, wo in Wohnzimmeratmosphäre der coole Wiener Downbeat der 90er-Jahre erfunden wurde. Das „rhiz“ am Gürtel bietet bis heute der harschen Elektronik ein Domizil.

Die einflussreichsten Musikerinnen und Musiker haben in der Ausstellung ihren Auftritt. Wolfgang Ambros spielt den „Hofer“, Falcos „Kommissar“ geht um. Anarcho-Bands wie Novaks Kapelle oder Drahdiwaberl lassen die Fetzen fliegen, die Schmetterlinge protestieren mit der „Proletenpassion“.  Studio-Equipment erinnert an die Glanzzeiten der international gefeierten Wiener DJ-Szene, ehe die Ausstellung mit Acts wie Gustav, Wanda und Bilderbuch in der Gegenwart landet.

Es gibt viel zu hören (mehr als 40 AV-Stationen!), aber auch zu sehen: Unbekanntes Archivmaterial, Videos, Flyer, Konzertfotos, Plattencover, Bühnenoutfits und Lifestyle-Accessoires, Musikinstrumente und Kurioses. Ganz Wien als Popstadt. Die Donau außer Rand und Band.

Quelle: Wien Museum

Wien Museum
Karlsplatz 8
1040 Wien

 

Montag, 5. Juni 2017

PANZA PLATTE

PANZA PLATTE HAT EINE NEUE HOMEPAGE >>> http://www.panzaplatte.at/
 
Da wird auch die bereits lange erwartete nächste Platte der "Das waren keine Hits-Serie" THE VOGUE - LIVE IN LINZ 1981 angekündigt !!! Man darf gespannt sein ...
 

Samstag, 6. Mai 2017

ZYX - Trust No Woman - Reissue

Österreichs einziger ernstzunehmender elektroakustischer Musiker (Eigenzitat), trat erstmals 1981 in Erscheinung. Unter dem Pseudonym "Roter Rot" lieferte er auf dem "Wienmusikk-Sampler" mit "Get Away, Dark Side" eine genau strukturierte Synthesizer-Ballade. Kurz danach veröffentlichte Walter Eberl als ZYX  das Album "Trust No Woman", welches mit seinem "elektronischen New Wave" auch internationalen Vergleichen standhalten konnte und heute ein gesuchtes Sammlerstück ist. Die "Presse" urteilte: "Eine regelrechte Sensation, ein österreichisches Wunder " !!!
Walter Eberl bildet seit 1980, zusammen mit Inge Graf die Künstlergruppe GRAF + ZYX.
 
LP: Trust No Woman (2016) Dark Entries DE-112
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Freitag, 5. Mai 2017

Pöbel - Lörkas R.I.P.

Herbert "LÖRKAS" Langer  R.I.P.
 
 



"Pöbel bestehen aus 4 Mann. Aus Sven (G, SS), Lörkas (B), Andi Abschaum (G) und Tschurie (D). Spielen unheimlich schnell. Haben bei ihren Auftritten bis jetzt vielleicht etwas eintönig und chaosmäßig geklungen. Aber wenn die Gruppe genügend Proben hinter sich hat werden sie sicher recht gut sein."
Erwin Bösling in der Rubrik "Neue Gruppen" aus dem Wiener Punk-Fanzine "Es is zum Scheissn!" im Oktober 1980.
 
Kurz nach ihrer Gründung 1980 entwickelten sich die Punks von Pöbel zu einer vielgepriesenen Live-Band, die es meisterlich verstand, mit einem sehr schnellen und harten Sound, wienerischen Proletentexten und dem adäquaten Verhalten auf der Bühne ihr Publikum zu begeistern.
"Pöbel sind auf der Bühne herumgesprungen, haben geschrien, gestritten, laut aufgedreht. Wenn das Timing nicht gestimmt hat, haben sie den Song abgebrochen und nach einer Minute wieder neu gestartet. Das waren echte Punk-Profis. Cool. Die haben getan, was man tun muß", erinnert sich Götz Schrage an eines ihrer Konzerte.
Im Jänner 1981 wurden 200 Stück der Pöbel-EP "Es lebe hoch die Perversion" als "Testpressung" auf dem Wiener DIY-Label Panzaplatte veröffentlicht, das der junge Punk Panza zusammen mit Ronald Exzess (alias Ronald Fleischmann, später Initiator der New-Wave-All-Star-Band Der Eiserne Vorhang) gegründet hatte. "Die Produktion war damals sehr mühsam, weil es schwierig war, die ganze Band zum gleichen Zeitpunkt im Studio zusammenzubekommen. Dann mußten sie ihre Lieder ewig spielen, bis sie endlich ganz aufgenommen waren", erinnert sich Panza heute mit einem Anflug von Grauen. Doch die Strapazen haben sich ausgezahlt, und so wurden drei ultraderbe Hardcore-Punk-Songs einer der kompromißlosesten Bands aus dem Underground Wiens für die Ewigkeit konserviert. Einige Monate später löste sich die Band dann auf.
Quelle: http://www.evolver.at/stories/Trash_Rock_Archives_Punk_in_Oesterrreich_01_09/

EP: Es lebe hoch die Perversion (1981) Panza 119 236

Sonntag, 23. April 2017

Ostinato

 
 
Das Ereignis des Jahres für alle Fans der heimischen Fusion-, Jazz-, Funk-, Rock-, Latin und Soulmusik mit viele Gästen aus den verschiedenen Jahren des Schaffens !
Unter den prominenten Gästen sind: Harry Sokal, Wolfgang Puschnigg, Peter Legat, Klaus Dickbauer, Gina Charles, Peter Paul Skrepek, Claudius Jelinek, Robert Schönherr, Heinz Jäger, Stefan, Mitterbacher, Gottfried "Gogo" Weinberger, Hannes Johann Seidl, Andi Steirer, Horst Michael Schaffer, Christian Maurer, Andreas See, Robert Riegler, Martin Wöss, Thomas Huber, Franz Weyerer, Niki Friesenbichler und Rens Newland sowie Thomas Böröcz.
(Text: Thomas Böröcz)
 
Die Jazzrockformation OSTINATO, benannt nach einer Herbie Hancock Suite, wurde 1975 in Wien ins Leben gerufen. Nach ersten Erfolgen bei Bandwettbewerben, so konnte OSTINATO 1976 das "Pop-odrom" für sich entscheiden und als Preis die Single "Get On Up" veröffentlichen, wurde die ursprünglich fünfköpfige Besetzung, um einen Bläsersatz erweitert. Es folgten Auftritte in diversen Clubs, Jazzlokalen und an der TU / Wien. 1978 bereiste ein Teil der Gruppe Südamerika und feierte in Argentinien und Uruguay Achtungserfolge. Nach einem vielumjubelten Auftritt beim internationalen Jazzfestival in Velden, tourte OSTINATO 1982 erfolgreich durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Es dauerte bis 1983, ehe die Band ihre feurige Mischung aus Jazz, Rock, Samba und Funk, einer Plattenfirma schmackhaft machen und ihr langersehntes Debütalbum "OSTINATO" veröffentlichen konnte. Im selben Jahr gab es auch einen Auftritt beim Jazzfestival in Zeltweg. Mit dem Album "Slowwalker" (1985), sowie durch die Zusammenarbeit mit der erstklassigen Vokalistin Gina Charles, mit der sie 1987 das Album "Having Fun" einspielten, konnten OSTINATO ihren Ruf als heimische Jazz-Funker Nr. 1 noch festigen.                                                              (Austro-Rock-Lexikon 1989) 

1975
 
1975
 
Single: Get On Up ! / lndian Soul (1976) Philips 6023 115
 
 Single: Get On Up ! / lndian Soul (1976) Philips 6023 115 (Italienische Ausgabe)
 
 
 
 
 Ostinato 1979: Peter Paul Skrepek, Hannes Seidl, Andy Steirer, Heinz Jäger, Harry Sokal, Wolfgang Puschnig, Tommy Böröcz, Bumi Fian (Fotoquelle: ostinato.at)
 
 
LP: OSTINATO (1983) ELITE SPECIAL LP 30-843
 
Ostinato 1984: Tommy Böröcz, Harry Gansberger, Klaus Dickbauer, Rens Newland, Bumi Fian, Martin Fuss, Albert Kreuzer (Fotoquelle: ostinato.at) 
  
LP: SLOWWALKER (1985) MUSIC POOL MPA 153
 
LP: HAVING FUN (1987) HOLIDAY MUSIC 833 014-1
 
 
CD: Pump Up The Horns (1990) Music Pool Austria MPA 1189
 
 
CD: Modern Line Event (1993) BMG Ariola
 
CD: Best Of Ostinato Vinyl (2006) Jive Music JM 2056
 
 
CD: Still Funky.. after all These years (2010) Jive Music JM 2064
 
 
 
CD: Isn't that Jazz ? Yes it isn't ! (2017) Jive Music JM 2085
 
 
Ostinato 2017 (Pressefoto)
 
 
 
 




Samstag, 15. April 2017

Duallein


> Ruhige, besinnliche Klänge, natürlich elektronisch und in irgendeiner Heimbastelwerkstätte zusammengefügt, das sind die äußeren und musikalischen Kennzeichen einer Gruppe, die sich wohltuend von all den heimischen tönenden Regelmäßigkeiten abhebt. Hinter dem vieldeutigen Pseudonym DUALLEIN verschanzt hat sich der junge Wiener Peter Egger, der beeinflußt vom sanften, synthetischen Selbstporträtisten Hans Joachim Roedelius die feinen Klanggespinste im Alleingang herstellt. < (Zit. „Die guten
Kräfte", Hannibal-Verlag 1982)

 
MC: Noch kein Regen für alle (1982) Duallein 1001
 
 
Dum Dum Records 1982
 
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PANZA PLATTE PP 001 (1982)
 
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